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Bergregionen

Einsatz für Kulturland und Tierwohl

Naturland-Milchtreffen
Naturland
am
11.04.2018

Naturland Milchlieferanten-Treffen der Molkerei Berchtesgadener Land

Pittenhart/Lks. Traunstein Seit nunmehr 20 Jahren liefern Naturland-Betriebe im oberbayerischen Voralpenland ihre Ökomilch an die Molkerei Berchtesgadener Land. Beim Naturland-Milcherzeugertreffen in Pittenhart wurden 34 Betriebe, die von Anfang an dabei waren, für ihre 20-jährige Mitgliedschaft im Ökoverband geehrt.
„Der Weg, den die ersten Umsteller damals gegangen sind, stellt sich heute als richtiger Weg zur Existenzsicherung der bäuerlichen Familienbetriebe und zur Erhaltung unserer historischen Wiesen- und Weidelandschaft heraus“, sagte Martin Huber, Mitglied im bayerischen Naturland-Landesvorstand, bei der Überreichung der Ehrenurkunden an die Betriebe. Inzwischen gibt es 332 Naturland-Milchbauern im Berchtesgadener Land. Mit ihrem Engagement für eine umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft leisteten sie zugleich auch einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region insgesamt, betonte Huber.
„Unsere Ökobauern erhalten die typische Kulturlandschaft der Voralpenregion und wirken damit als Motor für den immer wichtiger werdenden heimischen Tourismus“, betonte Huber.
Bei der anschließenden Wahl der Naturland-Milchsprecher für die Molkerei Berchtesgadener Land wurden Martin Huber sowie seine Sprecherkollegen Sepp Heindl, Georg Hupfauer und Wolfgang Lamminger für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt.
Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land, eröffnete die Veranstaltung der Naturland-Milchlieferanten. „Die Anforderungen von Gesellschaft, Politik und Medien an unsere Landwirte werden weiter steigen. Unsere Molkereigenossenschaft muss und wird sich diesen stellen. Die dabei entstehenden Kosten müssen aber unseren Landwirten gut und fair bezahlt werden – andernfalls wird auch bei uns im Berggebiet die Anzahl der Betriebsaufgaben steigen“, sagte Pointner.

Seit Jahren zahlt die Molkerei Berchtesgadener Land einen überdurchschnittlich hohen Milchpreis an ihre konventionellen und die Biobetriebe aus und sichert damit die Existenz und Zukunftsfähigkeit ihrer Mitgliedsbetriebe. „Obwohl der konventionelle Milchpreis wieder sinkt, wollen wir den Milchpreis für unsere Betriebe hoch halten“, sagte Pointner. So könne die Molkerei einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft in der Bergregion leisten.

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