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Bayerischer Bauernverband

Herausragendes Wahlergebnis

Bezirkspräsident Oberbayern
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Redaktion Wochenblatt, Wochenblatt
am
03.04.2017

Herrsching - BBV-Bezirkspräsident Anton Kreitmair und sein Stellvertreter Wolfgang Scholz wurden wiedergewählt.

Der Wahlmarathon beim BBV Oberbayern ist beendet: Nach den Entscheidungen auf Orts- und Kreisebene sowie der Bestimmung der Bezirksvorstandschaft bei den Frauen, stand am Freitag vergangener Woche als Schlusspunkt noch der Urnengang bei den Männern auf dem Programm. Dabei wurden Bezirkspräsident Anton Kreitmair und sein Stellvertreter Wolfgang Scholz von den Mitgliedern der Kreisvorstandschaften für die kommenden fünf Jahre in ihren Ämtern bestätigt.
Bevor die Versammlung im Haus der bayerischen Landwirtschaft in Herrsching zur Tat schritt, berichtete Kreitmair über die abgelaufene Wahlperiode. Nicht ohne zum Auftakt der acht Tage zuvor wiedergewählten Bezirksbäuerin Christine Singer zu gratulieren – unter dem großen Applaus der Delegierten. Kreitmair hob die hervorragende Zusammenarbeit mit Singer und ihrer Damenriege hervor, die sich ebenso gekonnt wie öffentlichkeitswirksam für die Belange der Landwirtschaft einsetzen: „Vielen Dank an das gesamte Team.“
Außerdem beglückwünschte er die Mitglieder der männlichen Kreisvorstandschaften zu ihrer Ernennung. „Sie werden sehen, es ist ein anspruchsvolles Amt, aber auch eine große Bereicherung“, meinte er zu den Neugewählten. Der BBV sei ein „Mitmachverband“, von der Basis bis zum Präsidenten Walter Heidl. Jeder sei angesichts der laufenden Diskussionen gefordert, sich nach seinen Möglichkeiten einzubringen. „Ganz wichtig ist die Darstellung nach außen“, so Kreitmair, „und als Einheitsverband aufzutreten, denn nur wenn wir geschlossen auftreten und uns nicht auseinanderdividieren lassen, werden wir gehört.“
Der Bezirkspräsident mahnte, nicht nur den eigenen Betriebszweig zu sehen, sondern die Vielfalt der oberbayerischen Höfe, die in ihrer Gesamtheit die Landschaft prägen und die Gesellschaft versorgen. „Wir brauchen alle, den Haupt- und Nebenerwerb, Ackerbau und Viehhaltung, die Sonderkulturen wie Hopfen, Spargel und Gemüse, bio und konventionell.“ Letztere seien angesichts der Verbraucherwünsche kein Widerspruch, sondern würden sich ergänzen. Mancher Konsument möchte konventionell erzeugte, andere dagegen biologisch erzeugte Produkte.

Alle Betriebsformen erwünscht

„Was mich persönlich betroffen hat, war die Diskussion um Groß und Klein“, erklärte Kreitmair und betonte noch einmal: „Wir wollen alle Betriebsformen.“ Gut angenommen worden und auf positive Rückmeldungen gestoßen seien in diesem Zusammenhang die Nebenerwerbsveranstaltungen des BBV Oberbayern.
An öffentlichkeitswirksamen Aktionen zählte der Bezirkspräsident unter anderem Pressetermine zur Bedeutung von Dauergrünland auf, das nur über Wiederkäuer verwertbar ist, und zur Gülle. Auf große Resonanz seien der Erntedank im Landtag und die Biergartensaisoneröffnungen in München gestoßen. Unvergessen würden wohl die Bilder bleiben, als beim G 7-Gipfel der Garmisch-Partenkirchener Vize-Kreisobmann Alois Kramer in Krün neben Barack Obama saß und dem damaligen US-Präsidenten bei Weißwürsten und Weißbier nicht nur die bayerische Lebensart, sondern zugleich auch die hiesige Landwirtschaft erläuterte.
Zum Schluss bedankte sich Kreitmair für den Zusammenhalt und die Unterstützung in den vergangenen fünf Jahren: „Für unsere gemeinsam geleistete Arbeit – und ich betone unsere.“ Ein spezielles Dankeschön ging dabei an seinen Stellvertreter Wolfgang Scholz.
Beide gehen nun in ihre zweite Amtsperiode. Gegenkandidaten wurden nicht aufgestellt. Auf Kreitmair entfielen von 88 abgegebenen Wahlzetteln bei einer ungültigen Stimme und einer Enthaltung 86 Stimmen. 88 von 90 lautete das Ergebnis bei einer ungültigen sowie einer Gegenstimme bei Scholz.
Kreitmair ist seit 25 Jahren Ortsobmann von Kleinberghofen, seit zwölf Jahren Dachauer Kreisobmann und seit fünf Jahren Oberbayerns Bezirkspräsident. Der 53-jährige dreifache Familienvater bewirtschaftet einen Ackerbaubetrieb mit Kartoffeln und Direktvermarktung. Scholz besitzt einen Hof mit Milchkühen und Wald. Der 50-Jährige hat vier Kinder. Er ist seit 15 Jahren Ortsobmann von Sachsenried, seit zehn Jahren Kreisobmann von Weilheim-Schongau und seit fünf Jahren Vize-Bezirkspräsident.
Anschließend stand die Komplettierung der Bezirksvorstandschaft auf dem Programm. Dem Gremium gehören insgesamt 38 Mitglieder an. Laut Satzung sind gesetzt: der Bezirkspräsident, sein Stellvertreter, alle Kreisobmänner, die Bezirksbäuerin, ihre Stellvertreterin und die drei Beirätinnen des Landfrauenvorstands, der BBV-Direktor sowie je ein Vertreter des Verbandes landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen, der Nebenerwerbslandwirte, der Jagdgenossenschaften auf Bezirksebene, der Bayerischen Jungbauernschaft sowie der Katholischen Landjugend.
Damit ergibt sich eine Anzahl von 31 Vorstandsmitgliedern. Hinzugewählt werden sieben Organisationen, die je einen Delegierten entsenden. Es sei denn, ein Kreisobmann bekleidet in Personalunion zwei Posten. Dies war wieder beim Miesbacher Kreisobmann Johann Hacklinger der Fall, der erneut zum Vertreter der Nebenerwerbslandwirte ernannt wurde, zum dritten Mal in Folge.
Deshalb wurde ein zusätzlicher Platz frei. Folgende acht Organisationen wurden gewählt: Viehvermarktungsgenossenschaft Oberbayern/Schwaben, Almwirtschaftlicher Verein Oberbayern, Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberbayern, Fachausschuss Ökolandbau, Fachverband Biogas, das Kuratorium bayerischer Maschinenringe, Urlaub auf dem Bauernhof und die Bayern MeG.

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