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Kuhglockenstreit in Holzkirchen

Klage abgewiesen

Streit um Lärmbelästigung durch Kuhglocken
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Sandra Schwägerl, Wochenblatt
am
24.01.2019

Das Landgericht München II hat heute die Klage der Anwohnerin von Bäuerin Regina Killer abgelehnt. Deren Forderung: Keine Weidehaltung auf der angrenzenden Wiese, oder aber ohne Kuhglocken und keine Gülleausbringung auf dem Areal.

Die Begründung ist im Wesentlichen juristisch: der Ehemann der Klägerin hatte in einem Verfahren vor dem Amtsgericht Miesbach im Jahr 2015 einen Vergleich geschlossen. Als Eigentümer hat er damit seine Rechte in Bezug auf das Nachbargrundstück genauer definiert. Die Ehefrau, die in diesem Fall als Mitbewohnerin Besitzrechte hat, konnte hier keine weitergehenden Ansprüche haben als der Eigentümer. Die Kammer meint, dass keine unzulässige Einwirkung auf ihre Besitzrechte, etwa durch einen zu weitgehenden Vergleichsschluss, vorgelegen habe. Den ursprünglichen Vergleich hält die Kammer für wirksam und bindend.

Nach Ansicht der 11. Kammer kam es damit auch nicht auf die Frage an, ob eine wesentliche Beeinträchtigung der Klägerin durch die Weidehaltung vorlag. Hier ließ die Vorsitzende Zweifel erkennen: die Nutzung durch 5 Kühe mit 4 Glocken während 6 Wochen und 8 Kühen mit 6 Glocken während 4 Wochen schien weder übermäßig belastend noch außerhalb einer ortsüblichen Nutzung.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Mit Material von Landgericht München II
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