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Personalie

Neue Vorsitzende bei den Jungbauern

Jungbauernschaft Oberbayern
Roland Lory
am
20.11.2017

Barbara Weindl von der Pfraundorfer Jungbauernschaft wird zur Nachfolgerin von Martina Edenhofer gewählt.

Wechsel in der Führungsspitze beim Bezirksverband Oberbayern der Bayerischen Jungbauernschaft (BJB): Weil die bisherige Vorsitzende Martina Edenhofer beruflich eine Zeit lang in Israel weilt, gab sie ihr Amt ab. Nachfolgerin ist Barbara Weindl von der Jungbauernschaft Pfraundorf. Sie bekam bei den Nachwahlen im Rahmen der Bezirksversammlung im Seminarhaus Grainau 42 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen.

Die 20-Jährige war bisher erste stellvertretende Vorsitzende. Gelernt hat Barbara Weindl Industriekauffrau. Derzeit besucht Weindl die Winterschule (Hauswirtschaft) in Holzkirchen. Bei der Jungbauernschaft Pfraundorf ist sie Vorsitzende und Dirndlvertreterin.

Edenhofer wandte sich mit einer Sprachbotschaft an die Versammlung. Darin berichtete sie unter anderem von einer interessanten, anstrengenden, bereichernden und lustigen Zeit in der BJB. Ihr Dank galt den Aktiven: „Ihr haltet den ländlichen Raum lebendig.“ Der BJB-Landesvorsitzende Martin Baumgärtner würdigte Edenhofers langjährigen Einsatz. „Sie hat sehr viel gemacht für die BJB.“
Auch innerhalb der Vorstandschaft gab es einen Wechsel. Die bisherige Schriftführerin Magdalena Schmaus ist nun Beisitzerin, Beisitzerin Lena Benedikt amtiert neuerdings als Schriftführerin. Dieser Beschluss fiel einstimmig aus.

Bewegtes Jahr

Auszeichnung Radlmaier

Der oberbayerische Bezirksverband hat „wieder ein bewegtes Jahr“ hinter sich, wie es der Vorsitzende Lorenz Kaspar ausdrückte. Die vergangene Landesversammlung fand in Grainau statt. Die jungen Leute fuhren erneut zur Grünen Woche nach Berlin. Man nahm an der Aktion „Maibaum der Toleranz“ teil und gewann dabei sogar einen Preis. Zudem ist der Bezirkslandjugendtag zu erwähnen, der dieses Jahr in Altenstadt begangen wurde. Nächstes Jahr findet er in Pfraundorf statt, der Heimat der neuen Vorsitzenden. Weitere Bezirkslandjugendtage wurden im Rahmen der Versammlung vergeben: 2019 feiert man in Reichling, 2020 in Prien.

Weniger ums Feiern, sondern vielmehr um die Zukunft der Jungbauernschule Grainau geht es in einem Gutachten, das gerade angefertigt wird. Herwig Leipert, der Vorsitzende des Heimstättenvereins, berichtete davon. Zuerst erfolgt eine Bestandsaufnahme – nach dem Motto „Wo stehen wir nach 60 Jahren?“

Es wird dabei auch untersucht, wie die Einrichtung im Vergleich zu anderen Bildungszentren dasteht. „Auf was müssen wir uns einstellen, was müssen wir verbessern, wo haben wir Schwachpunkte?“ Fragen wie diesen geht das Gutachten laut Leipert auf den Grund. Er machte drauf aufmerksam, dass Grainau von zehn ländlichen Bildungszentren in Bayern das einzige sei, dass sich selbst tragen muss.

Für das Gutachten, das Anfang 2018 fertig sein soll, gibt’s eine staatliche Finanzspritze. Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) überbrachte dem Trägerverein vor ein paar Wochen einen Förderbescheid über 22 500 €. Der nächste persönlichkeitsbildende Grundkurs startet auch bald wieder. „Wir sind zuversichtlich, mit 30 Personen einsteigen zu können“, betonte Leipert.

Eingeschworene Gemeinschaft

Oberbayerns BBV-Bezirkspräsident Anton Kreitmair bezeichnete die Versammelten als „eingeschworene Gemeinschaft – die Kontakte, die ihr jetzt knüpft, und die Personen, die ihr kennenlernt, kann euch keiner mehr nehmen“. Der Landesvorsitzende Baumgärtner betonte: „Es ist das offene Miteinander, das uns stark macht.“ Das fehle in der Gesellschaft oft.

Eine Ehrung gab es auch. Irmgard Radlmaier von der Jungbauernschaft Freising erhielt das bronzene Ehrenzeichen der BJB. Sie wirkte im Bezirksvorstand von 2011 bis 2016 mit, unter anderem als erste stellvertretende Vorsitzende. „Es war eine schöne, unvergessliche Zeit“, schwärmte Radlmaier.

Einer der nächsten Termine, die anstehen, ist die Grainauer Junglandwirte-Tagung von 1. bis 3. Dezember. Der Titel lautet „Landwirtschaft im Fadenkreuz der Gesellschaft“. Für 9. bis 11. März 2018 lädt der Arbeitskreis Jugend- und Gesellschaftspolitik zu den AK I-Tagen ein. Das Motto dafür heißt „Brennen für die Landjugend – ausgebrannt?“ Dabei geht es unter anderem darum, was die Landjugend tun kann, um ihre Mitglieder vor Stress und Überforderung zu schützen.

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