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Rinderhaltung

Start in einen guten Almsommer

Peter Strim
am
08.06.2017

Farrenpoint - Mit dem Auftrieb der Rinder von Kutterling zur Huber-Alm beginnt für die Familie Vogt der Almsommer.

Die Stille, die seit Oktober über das Leben auf den Almen regierte, ist wieder vorbei. Das Muhen von Rindern sowie der liebliche Klang heller Glocken bereichern zusammen mit dem Vogelgezwitscher die Szenen. Manch Wanderer, der noch Zeit und Muße findet, kann sich nun wieder an den schönen Dingen in den höher gelegenen Regionen erfreuen.
Dazu gehört die Huber-Alm auf der Farrenpoint. Auf deren Wiesen lassen sich seit kurzem 13 Kälber, 26 Rinder, zwei Kühe und zwei Haflinger Fohlen eine bunte Mischung aus frischem Gras und Bergkräutern schmecken. Der Name Farrenpoint leitet sich nach einer Überlieferung aus dem Altdeutschen „Farr“ (Stier oder Rind) und „Die Point“ (Wiese oder Weide) ab.

Fernsehen begleitet Auftrieb auf die Alm

Um das Futter an den Hängen der auf 1260 üNN gelegenen Alm genießen zu können, hieß es für die Rinder, einen längeren Anmarsch von Kutterling aus in Kauf zu nehmen. Aufgetrieben wurden sie von der Landwirtsfamilie Vogt, Sennerin Sandra Thanbichler sowie einer stattlichen Anzahl an Helfern. Auf dem Weg nach oben ließen sie sich auch durch ein Kamerateam des RTL nicht aus der Ruhe bringen. (Beitrag wird voraussichtlich im September/Oktober ausgestrahlt).
Die beiden Kühe und der Nachwuchs leisteten sich einen Tag zuvor bereits den Luxus, per Anhängertaxi zur Alm verbracht zu werden. Auch die beiden Haflinger schätzten den Service im Anhänger.
Weidevieh auf die Farrenpoint zu verbringen und von Ende Mai bis Anfang Oktober über die Sommermonate weiden zu lassen, hat generationsübergreifend Tradition und wird nach gutem Brauch von der Familie Vogt gepflegt.
Um das Wohl des Viehs, sowie für leckere und gesunde Almmilch, Buttermilch, Butter und vielleicht auch wieder Käse aus eigener Herstellung will sich Sandra Thanbichler als Sennerin bemühen. Die gelernte Floristin aus Laufen an der Salzach schätzte bereits 2015 den Sommer auf der Huber-Alm mit allen zusammenhängenden Aufgaben und Arbeiten, die nach wie vor ein hohes Maß an Herausforderungen und Verantwortung für eine junge Almerin bedeuten. In wenigen Tagen wird sie jedes Tier beim Namen kennen, per Hand oder klassischer Melkmaschine melken, Stall ausmisten, die Tiere bei kritischer Witterung in den Stall treiben oder dem Vieh ein paar Streicheleinheiten gönnen, sowie auch Wanderer mit Köstlichkeiten verwöhnen.

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