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Fleckvieh

Zuchtverband - Solide Zahlen und eine Bestmarke

Rinder Zucht Miesbach
Martina Fischer
am
12.03.2018

Der Zuchtverband für oberbayerisches Alpenfleckvieh Miesbach zieht in Rottach-Egern eine positive Bilanz.

Einen Rekord und ansonsten sehr solide, gute Zahlen kann der Zuchtverband für oberbayerisches Alpenfleckvieh Miesbach vorweisen. Die Ergebnisse wurden bei den Züchtertagen der acht Viehzuchtgenossenschaften (VZG) der Institution vorgestellt: Bad Aibling, Bad Tölz, Miesbach, München, Rosenheim, Wasserburg und Wolfratshausen ebenso wie Tegernsee, wo die letzte Informationsveranstaltung stattfand.

Bei dieser konnten die Mitglieder auch die neue Führungsriege des Verbandes kennenlernen, den neuen Vorsitzenden Johann Rauchenberger und Geschäftsführer Christian Preßlaber. Dabei gab es neben einem Rückblick auch die Vorschau auf ein Großereignis im kommenden Jahr sowie Ehrungen für verdiente Züchter.

Positive Zahlen

Dem Zuchtverband gesamt gehören 1.383 Mitglieder an. 24 weniger als noch im Vorjahr, wie Preßlaber aufzeigte. Der konnte mit positiven Zahlen aufwarten, etwa dem Umsatz des Verbandes von 19,5 Mio. € (2016: 19,2 Mio. €). Bei der Tochtergesellschaft Fleckvieh Export GmbH wurde ein Rekord von 5 Mio. € (2016: 4,4 Mio. €) erreicht. 3173 Tiere wurden exportiert. Mit 2093 war die Türkei das Hauptabnehmer-Land, weitere waren Kasachstan, Marokko oder Moldavien.

Auch bei der Kälbervermarktung ist mit 32 654 Tieren ein hervorragendes Ergebnis erreicht worden, welches es so nur zwei Mal in den 80er-Jahren gab. Beim Großvieh wechselten auf den Märkten in der Oberlandhalle 1976 (Vorjahr: 1852) Tiere den Besitzer. Beim Stallverkauf waren es 115 (Vorjahr: 150). Nach einer kurzen Vorstellung mit seinem bisherigen Werdegang freute sich der neue Geschäftsführer auf seine Aufgabe beim Verband. Er wolle dabei helfen, die Vereinigung weiterzuentwickeln, erklärte er.

Hierbei sei Preßlaber absolut nötig und der richtige Mann, wie Rauchenberger betonte. „Fleißig, kompetent und wirklich gut“ sei er, wandte sich der Vorsitzende gegen Gerüchte, die er vernommen habe. „Unser Ziel ist es, dass Miesbach die Hochburg des Fleckviehs bleibt und wir das vielleicht noch ausbauen können,“ blickte Rauchenberger in die Zukunft.

Dabei seien einige Punkte gleich zu bearbeiten – Anstellungen beim derzeit dezimierten Team, die teils beengte Situation beim Waschplatz der Oberlandhalle und die führerlose Versteigerung. Aufgrund von Vorgaben bat Rauchenberger um mehr enthornte Kälber, ebenso da­rum, akkurate Angaben bei den Versteigerungstieren zu machen.

Sorgen äußerte er über die Rückkehr des Wolfes. Dann seien unter anderem auch die Iglu-Kälber nicht mehr sicher, fürchtete er. Für 2019 konnte der Vorsitzende ein Großereignis ankündigen. Dann findet die Bundesfleckviehschau in der Oberlandhalle statt.

Außergewöhnliche Veranstaltu

Die VZG Tegernsee konnte hingegen bereits auf eine außergewöhnliche Veranstaltung zurückblicken – ihre Tierschau, die sie 2017 ausrichtete. Die letzte hatte die Institution elf Jahre zuvor organisiert. 80 ausgestellte Kühe, zwei Nachzuchtgruppen und die Bambini-Rallye des Nachwuchses mit Kälbern zogen rund 1200 Besucher an. „Für so einen kleinen Verein wie uns ist das eine Riesensach’“, verwies der Vorsitzende Andreas Bartl darauf, dass die VZG Tegernsee nur 85 Mitglieder habe. Sein Dank und der der anderen Redner galt dem bisherigen Verbandsvorsitzenden Balthasar Biechl für dessen engagierte Tätigkeit.

Dass auch die Mitglieder der VZG Tegernsee großen Einsatz in der Sache erbringen, zeigten die Ehrungen für verdiente Züchter mit hervorragenden Leistungen: (Stalldurchschnitt 9000 kg) Stefan Krug (Hirschstätt) und Josef Strillinger (Schärfen); (Stalldurchschnitt 9500 kg) August Höß (Altwiessee) und Anton Maier (Ellmau); (Stalldurchschnitt 10 000 kg) Sebastian Andrä (Moosrain); (100 000-l-Kuh) Anton Maier; (Beste Betriebe – Lebensleistung) Anton Maier, Anton Taubenberger (Gasse), Johann Glonner junior (Riedern), Albert Fritz junior (Stelzerhof) und Marinus Sappl (Berg).

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