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Unwetter

Auer: Unwetterversicherung ausbauen

Dieser Artikel ist zuerst im Bayerischen Landwirtschaflichen Wochenblatt erschienen.

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Mais, Hagelschlag
Hagelschlag und Überschwemmungen haben insbesondere in der Steiermark aber auch in anderen Bundesländern große Schäden in der österreichischen Landwirtschaft angerichtet. © agrarfoto
von , am
10.08.2017

Wien - Bauernbund zieht Konsequenzen aus schweren Schäden vom Wochenende

Mais, Hagelschlag
Hagelschlag und Überschwemmungen haben insbesondere in der Steiermark aber auch in anderen Bundesländern große Schäden in der österreichischen Landwirtschaft angerichtet. © agrarfoto

Heftige Unwetter am vergangenen Wochenende führten zu hohen Schäden auch in der Landwirtschaft. Darauf wies der Bauernbund in einer Presseaussendung hin und forderte zugleich einen schrittweisen Ausbau des Versicherungssystems. Die Schäden durch Wetterkapriolen nähmen beständig zu, so Bauernbund-Präsident Jakob Auer.
Am stärksten betroffen waren laut Auer die Bundesländer Steiermark und Salzburg, wobei auch Tirol, Kärnten, Oberösterreich und das Burgenland zahlreiche Schäden zu beklagen hätten.
Laut Österreichischer Hagelversicherung entstanden in der Steiermark durch Hagel und Überschwemmung Schäden auf über 10 000 ha in Ackerkulturen und Grünland. Die Gesamtschäden in der Landwirtschaft beliefen sich auf rund 1 Mio. €.
Die Landwirtschaftskammer Kärnten verweist ihrerseits auf Schäden bei Mais, Soja und Grünland, vor allem in den Bezirken Spittal an der Drau und St. Veit an der Glan. Die Landwirtschaftskammer Salzburg befürchtet schwerwiegende Folgen für Milchbauern, die ihr vermurtes und überschwemmtes Grünland nicht mehr als Heu für Kühe verwenden könnten.
Bauernbund-Präsident Jakob Auer verwies auf die vom Bund aus dem Katastrophenfonds zugesicherten Hilfsmittel und dankte allen Einsatzorganisationen, den Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren sowie den vielen freiwilligen Helfern.
In einer eigenen Presseaussendung zum Thema betonte das Bundeslandwirtschaftsministerium, dass es insbesondere den Schutzbauten der Wildbach- und Lawinenverbauung zu verdanken sei, dass durch Muren nicht noch größere Schäden angerichtet worden seien. Für Wildbach-, Lawinen- und Hochwasserschutzmaßnahmen investiere das Ministerium jährlich rund 200 Mio. €.

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