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Verdienst

Bauerneinkommen sinken wieder

Geldsäule
BLW
am
04.03.2019

Rückgang in 2018 um gut 4 % je Arbeitskraft gegenüber Vorjahr

Wien Die Einkommen der österreichischen Landwirte sind 2018 erstmals seit zwei Jahren wieder gesunken. Das zeigt die zweite Vorschätzung der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung, die vergangene Woche von der Statistik Austria vorgelegt wurde. Demnach sank das landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft gegenüber 2017 im Durchschnitt inflationsbereinigt um 4,1 %. Im Jahr davor hatte es noch einen Anstieg um 13,9 % gegeben.

Die Gründe für diesen Rückgang sind laut den Statistikern vor allem die hitze- und trockenheitsbedingten Mindererträge im Acker- und Futterbau sowie die preisbedingten Einbußen auf dem Schlachtschweinemarkt. Diese seien durch gute Ernten im Obst- und Weinbau sowie höhere Erlöse im Getreidebau nur teilweise ausgeglichen worden.

Zur Einkommensverschlechterung trugen auch die höheren Produktionskosten bei. Erste Schätzungen gehen von einem Anstieg des Werts der Vorleistungen um 3,0 % aus. Dies sei in erster Linie eine Folge der höheren Aufwendungen für Futtermittel sowie der Verteuerung von Energie. Die Abschreibungen für das Anlagevermögen erhöhten sich um 2,0 %.

An öffentlichen Geldern erhielten die Landwirte 2018 rund 1,5 Mrd. €, 1,7 % mehr als 2017. Dieser Anstieg liegt vor allem an den Dürrehilfen. Das 2018 erzielte Faktoreinkommen (Entlohnung der eingesetzten Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital) lag vorläufigen Berechnungen zufolge mit rund 2,6 Mrd. € um 3,1 % unter dem Vorjahresniveau.

Der durch den fortgesetzten Strukturwandel bedingte Rückgang der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte lag bei 0,5 % Je Arbeitskraft betrug der durchschnittliche Einkommensrückgang demzufolge nominell 2,6 % und inflationsbereinigt 4,1 %.

Gemäß den vorläufigen Berechnungen im Rahmen der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung erzielte die österreichische Landwirtschaft im vergangenen Jahr nach Angaben von Statistik Austria einen Produktionswert von insgesamt rund 7,4 Mrd. €; ein Plus von 0,9 % gegenüber 2017. Allerdings gab es gegenläufige Entwicklungen der pflanzlichen und tierischen Produktion. Während sich der Wert der tierischen Erzeugung im Vorjahresvergleich um 2,6 % verringerte, legte der Wert der pflanzlichen Erzeugung um 5 % zu.

Der gesunkene Produktionswert in der Veredelung lag vor allem an den deutlich gesunkenen Schweinepreisen. Niedriger als 2017 fiel auch der entsprechende Wert in der Rindererzeugung aus, während die Milchproduktion das Vorjahresniveau dank eines höheren Erzeugungsvolumens wertmäßig leicht übertraf.

Ausschlaggebend für die Steigerung des Wertes der pflanzlichen Erzeugung waren vor allem die hohen Erntemengen im Obst- und Weinbau. Im Acker- und Futterbau führten die lang anhaltenden Hitzeperioden und die gebietsweise extreme Trockenheit im vergangenen Jahr allerdings zu Ertragsverlusten. Bei Zuckerrüben und Kartoffeln gab es zudem massive Ausfälle durch Schädlinge.

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