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Waldbau

Mit Hunden gegen Borkenkäfer

Borkenkäfer
GP
am
25.03.2019

Am Bundesforschungszentrum für Wald werden 111 Hunde ausgebildet, um Borkenkäfer rechtzeitig in den Wäldern aufzuspüren.

Wien Den Internationalen Tag des Waldes am 21. März nahm Bundesnachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger zum Anlass, auf ein Forschungsprojekt zur Borkenkäferbekämpfung hinzuweisen. Am Bundesforschungszentrum für Wald werden 111 Hunde mit 90 Führern am Beispiel von Bohrmehl und Larven zwei Jahre ausgebildet, um Borkenkäfer rechtzeitig in den Wäldern aufzuspüren. Die Ausbildung für das Team Mensch/Hund kostet 4500 €. Die Schadholzmenge durch Borkenkäfer betrug 2018 rund 5,2 Mio. fm.

Bei der Präsentation des Projekts verwies Köstinger auch auf die Bedeutung des Waldes in Österreich. Fast 48 % des österreichischen Staatsgebiets sind mit Bäumen bedeckt, Steiermark und Kärnten sind die waldreichsten Länder, selbst in Wien ist ein Viertel der Stadtfläche Wald. Rund 145 000 Waldbesitzer sorgen dafür, dass die vielfältigen Leistungen des Waldes im Rahmen der forstgesetzlichen Vorgaben und im Sinne der Umwelt und Erholung erbracht werden. Seit den 1960er Jahren haben sich die Forstflächen in Österreich auf mehr als 4 Mio. ha erhöht und nahmen durchschnittlich jährlich um 3400 ha zu. Im Jahre 2018 betrug der Holzzuwachs 29,7 Mio. m3, davon wurden 88 % genutzt. Köstinger betonte auch, dass die Wertschöpfungskette Wald 280 000 Menschen Einkommen bietet.

Für den spürbaren Klimawandel, so Peter Mayer, Leiter der Bundesforschungsanstalt, „ist der Wald nicht das Problem, sondern die Lösung“. In Österreich lagern etwa 985 Mio. t Kohlenstoff. Durch die Verwendung von langlebigen Holzprodukten gelangt der gespeicherte Kohlenstoff in die Atmosphäre, gleichzeitig wird durch die Holznutzung wieder Platz für junge Bäume geschaffen, die CO2 absorbieren. Bei einem Kubikmeter Holzzuwachs sind das bis zu 1,4 t CO2.

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