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Wildtiere

Kärnten verabschiedet Fischotter-Verordnung

Fischotter
aiz
am
27.04.2018

Die Kärntner Landesregierung hat diese Woche eine Verordnung über die Entnahme des Fischotters sowie einen Managementplan beschlossen.

Die Verordnung soll künftig das ökologische Gleichgewicht in Kärntens Gewässern sichern. Darin geregelt sind Lebendfallen, ein begleitendes Monitoring und die Garantie, dass tragende Tiere verschont bleiben. Die beiden Landtags-Abgeordneten Ferdinand Hueter und Christian Benger sehen in dem Beschluss "eine tragfähige Lösung für alle Beteiligten". "Das ist eine vernünftige Lösung, weil der Fischbestand ohne Tierleid geschützt wird. Zusätzlich wird es künftig Förderungen für die Errichtung von Schutzzäunen in Fischzuchten sowie für private Fischteiche geben. Für die Fischereiverbände, -vereinigungen und die Fischwirtschaft eine wichtige Maßnahme", erläutert Hueter.

Die heimische Wildfischpopulation ist in den letzten Jahren durch den Fischotter erheblich und nachhaltig dezimiert worden. Grund dafür ist die Fischotter-Population in Kärnten selbst, die im internationalen Vergleich mit 360 Tieren sehr hoch ist. "Das ökologische Gleichgewicht erfordert deswegen auch eine Entnahme einzelner Tiere im Ausmaß von rund 10 bis 15 % des Gesamtbestandes. Ansonsten wird es künftig in Kärntens Flüssen und Seen keine Fische mehr geben", erläutert Benger. Die Entnahme erfolge weiters nicht flächendeckend, sondern nur in ausgewählten, besonders geschädigten Regionen, namentlich der Forellen- und Äschenregion, heißt es in einer Aussendung.

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