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Hitze

Waldbrandgefahr: Wien verbietet Grillen auf öffentlichen Grillplätzen

Grillen
aiz
am
22.06.2017

Wien/Innsbruck/Linz - Das Verbot solll durch strenge Kontrollen von Förstern, Inselservice und Grillplatzmeistern überprüft werden.

Nachdem die Temperaturen in Wien seit Tagen auf über 30 Grad steigen, die Wälder sowie Wiesen ausgetrocknet sind und auch für die nächsten Tage Hitze angesagt ist, hat die Stadtregierung aufgrund möglicher Waldbrandgefahr ab sofort ein Grillverbot für alle öffentlichen Grillplätze verhängt. Auch das Entzünden von zum Beispiel Sonnwendfeuern ist damit untersagt. Das Verbot gilt bis auf weiteres - die Einhaltung wird streng kontrolliert. "Es wäre unverantwortlich, bei dieser extremen Troc kenperiode das Grillen weiter zu gestatten. Wir appellieren an die Bevölkerung, sich an dieses Verbot zu halten, um niemanden zu gefährden", betont Forstdirektor Andreas Januskovecz. Konkret ist "das Rauchen, das Hantieren mit offenem Feuer und Licht sowie jegliches Feuerentzünden im Wald und dessen Gefährdungsbereich im Gebiet der Stadt Wien" verboten. Das Grillen in privaten Gärten außerhalb des Gefährdungsbereiches des Waldes ist gestattet. Die Stadt Wien mahnt aber angesichts der Hitze und der Trockenheit beim Grillen im Freien zu besonderer Vorsicht.

Extreme Waldbrandgefahr auch in Osttirol

Extrem hoch ist die Waldbrandgefahr derzeit ebenso in Osttirol, weshalb die Bezirkshauptmannschaft Lienz ebenfalls eine Waldbrandverordnung erlassen hat, in der das Entzünden von Feuer und das Rauchen in den Waldgebieten verboten ist. "Ich appelliere an alle, sich an die Verordnung zu halten. Jeder soll sich der Gefahr bewusst sein und mit Feuer im Freien sehr vorsichtig umgehen", mahnt Bezirkshauptfrau Olga Reisner.

In Oberösterreich tritt Verordnung am Donnerstag in Kraft

Um der Gefahr von Waldbränden bei der aktuell anhaltenden Trockenheit vorzubeugen, tritt am Donnerstag in ganz Oberösterreich die Waldbrandverordnung in Kraft. Ein Verstoß kann mit Geldstrafen von bis zu 7.270 Euro geahndet werden, heißt es in einer Aussendung.

Bezüglich der traditionellen Sonnwendfeuer appelliert Landesrat Max Hiegelsberger an die Eigenverantwortung der Bevölkerung: "Im Gefährdungsbereich des Forstes sind diese strengstens verboten. Doch auch ansonsten gilt es, höchste Vorsicht walten zu lassen. Die aktuelle Dürre trifft auch unsere landwirtschaftlichen Kulturen und macht sich bereits in den Hausgärten bemerkbar. Nun gilt es den Hausverstand einzusetzen, um trockene Flächen vor Bränden zu schützen."

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