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Wolfsriss

Wolfsattacke auf Weidetiere

Wolf
Die Risse von Wölfen häufen sich. © Nadine Haase - stock.adobe.com
aiz
am
15.05.2018

In Österreich ist es im Bundesland Salzburg erneut zu einer Wolfsattacke auf Weidetiere gekommen.

So wurden in der Nacht auf Freitag in St. Johann im Pongau zwei Ziegen getötet und zwei weitere zum Teil schwer verletzt. Die Tiere befanden sich innerhalb eines Elektrozaunes in unmittelbarer Hofnähe. Die erste Begutachtung durch die Wolfsbeauftragte Gundi Habenicht erhärtete den Verdacht für Angriffe durch den Wolf.

Bereits vergangene Woche kam es sowohl in Pfarrwerfen als auch in Tenneck zu Tötungen bei Schafweiden in Hofnähe. "Ich fühle mich in meiner Forderung nach einem wolfsfreien Alpenraum bestätigt. Ohnehin halte ich den strengen Schutzstatus für ungerechtfertigt, da der Wolf europaweit nicht in seinem Bestand gefährdet ist. Dies gehört dringend geändert, damit Tier und Mensch vor dem Wolf geschützt sind", bekräftigte Franz Eßl, Präsident der Landwirtschaftskammer (LK) Salzburg.

Aus Sicht des Kammerpräsidenten ist unter den derzeitigen Umständen eine Weidewirtschaft sowohl im Hofbereich als auch auf den Almen nicht möglich. "Die Gesellschaft muss sich entscheiden, ob sie den Wolf will oder beweidete Almen und Wiesen. Ich stehe voll und ganz hinter den betroffenen Bauern und setze mich mit Nachdruck dafür ein, dass derartige Situationen, wie sie jetzt aufgetreten sind, künftig vermieden werden. Dazu ist ein europaweites Management mit Entnahme von Wölfen notwendig. Diese stellen für die Weidetiere, aber durchaus auch für den Menschen eine Gefahr dar", so Eßl.

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