Login
Europäischer Bauernmarkt

Attraktivität steigt von Jahr zu Jahr

Europäischer Bauernmarkt
Helga Gebendorfer
am
20.11.2017

Der 9. Europäische Bauernmarkt beim Biller in Weixerau (Lks. Landshut) ist ein Besuchermagnet gewesen.

Den Besucherrekord vom Vorjahr übertraf der 9. Europäische Bauernmarkt beim Biller schon nach kurzer Zeit. „Die dreitägige Veranstaltung hat sich mittlerweile etabliert und ist überregional bekannt. Die Besucher aus Stadt und Land nehmen eine Anreise teilweise von über 100 Kilometer in Kauf, um mit dabei zu sein“, freute sich Paul Heckinger, Vorsitzender des 19 Mitglieder starken Biller Bauernmarktvereins und Organisator des jährlichen Sondermarktes.

Nach seiner Auskunft wächst die Zahl der Anbieter von Jahr zu Jahr. Heuer waren es 96 Stände. Die Beschicker kamen aus elf europäischen Ländern – Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Deutschland, Niederlande, Tschechien, Griechenland, Russland, Rumänien und Polen. 80 % der Anbieter sind von Anfang an mit dabei. Schwerpunktland war in diesem Jahr Frankreich. Passend dazu präsentierte ein Stand aus dem Elsass seine Spezialitäten wie Wein, Glas- und Korkkreationen, Lebkuchenspezialitäten, Schokolade und Aufhänger aus Keramik, Stoff und Holz.

„Das Publikum ist vom Flair begeistert. Jeder einzelne Standbetreiber steht hinter seiner Ware und vermittelt das auch dem Gegenüber“, so Heckinger. Das Angebot lasse keine Wünsche offen. So reichte die Palette von Fleisch- und Wurstwaren, Eier und Nudelprodukten über Kartoffeln und Gemüse bis hin zu Wildspezialitäten. Heckingers alljährliche Auswahlkriterien bei der Organisation: Es müssen selbst erzeugte Waren aus der Region von Landwirten oder Handwerkern sein.

Kartoffeln vom Hof

Ein Renner waren unter anderem die Kartoffeln vom Betrieb Weichselgartner aus Schapolterau in der Gemeinde Eching, die mit einem Sackwagen bis zum Kundenauto transportiert wurden. Das Gründungsmitglied vom Bauernmarktverein beschickt seit 25 Jahren den wöchentlich am Freitag stattfindenden Bauernmarkt beim Biller. Die Direktvermarkter bauen auf 20 ha Speisekartoffeln an – insgesamt 17 verschiedene Sorten sowie Frühkartoffeln. Vermarktet werden diese über den eigenen Hofladen, Lebensmittelgeschäfte und durch Belieferung weiterer Hofläden.

Heckinger zeigte sich mehr als zufrieden mit dem Besuch in der großen Halle und im Freigelände. „Die Kundschaft ist begeistert und viele fragen schon jetzt, wann der nächste Markt ist“, zog er eine positive Bilanz. Ein Anziehungspunkt war wie immer auch die Tierschau, die extra für den europäischen Markt auf die Beine gestellt wurde. Zu sehen waren dabei Kaninchen, Ziegen, Schafe, Alpakas, Ferkel, Puten und Gänse. Auf dem Programm standen neben Live-Musik die Vorführung der Schutzhundestaffel, Folkloretänze des Gastlandes Frankreich sowie des Gebirgstrachtenvereins Moosburg a. d. Isar.

Auch interessant