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Interessenvertretung

Ein Dreiklang bei den Landfrauen

Hannelore Summer
am
13.03.2017

Regen - Im Kreis Regen wurde keine Nachfolgerin für Katharina Zellner gefunden, dafür aber drei Stellvertreterinnen, die die Arbeit als Team stemmen.

Landfrauen Regen

Im Landkreis Regen wollen die Landfrauen die Arbeit, die Kreisbäuerin Katharina Zellner 20 Jahre lang gemacht hat, auf drei Schultern verteilen. Barbara Marchl aus Rinchnach, Elisabeth Kraus aus Langdorf-Schöneck und Barbara Süß aus Regen-Rohrbach fanden, dass die Arbeit im Bauernverband wichtig sei, aber genauso wichtig sei es ihnen, Zeit zu haben für den Hof, für die Familie, den Mann und die Kinder. Deswegen stellten sie sich nur als stellvertretende Kreisbäuerin zur Verfügung.
Unter der Leitung von BBV-Bezirksdirektor Peter Huber wählten die Ortsbäuerinnen Barbara Marchl zur stellvertretenden Kreisbäuerin, Elisabeth Kraus und Barbara Süß zu Beiratsmitgliedern mit der Funktion einer stellvertretenden Kreisbäuerin. Ihnen stehen Barbara Fraundorfer aus Kollnburg, Stefanie Härtl aus Arnbruck und Manuela Sebald aus Böbrach als wahlberechtigte Beirätinnen, sowie Hilde Süß aus Zell, Monika Feineis aus Regen-Reinhartsmais, Brigitte Feineis aus Regen-Bärndorf und Martina Glasschröder aus Viechtach-Wiesing als beratende Beiratsmitglieder zur Seite.
Der Posten der Kreisbäuerin blieb unbesetzt. Wenn durch die Arbeit in der Kreisvorstandschaft jemand den Wunsch verspüre, sich zur Kreisbäuerin wählen zu lassen, könne das während der Wahlperiode geschehen, sagte Huber.
Sie habe für die Regener Lösung viel Verständnis, sagte Bezirksbäuerin Maria Biermeier. „Es prasselt so viel auf einen ein, man kommt an Grenzen“, wusste sie aus eigener Erfahrung. Aber das Ehrenamt sei auch wie ein Schatz im Acker. Man lerne viele interessante Menschen kennen und bekomme viele Informationen und Anregungen. Dass nun mehrere Schultern die Arbeit stemmen, sah sie positiv: „Wir haben drei engagierte Frauen und die Beirätinnen dazu, die Verantwortung für den Berufsstand übernehmen.“
Die neue Kreisvorstandschaft will das, was Katharina Zellner aufgebaut hat, zunächst einmal weiterführen. Als Zellner 1997 Kreisbäuerin wurde, begann ein neuer Abschnitt in ihrem Leben und für ihre Familie. Ihre Themen sind nach wie vor aktuell: Öffentlichkeitsarbeit, Dialog mit dem Verbraucher, bessere Preise für die Produkte. Bäuerinnen haben Kinder auf ihre Höfe eingeladen und gezeigt, wo die Lebensmittel herkommen, sie haben Unterschriften gesammelt für ein Schulfach „Lebenspraktische Fähigkeiten“. Gemeinsame Fahrten und unterhaltsame Frühstücke haben das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, Landfrauentage aktuelle Themen aufgegriffen. Seit 2012 gedenken die Landfrauen in einer Maiandacht ihrer verstorbenen Mitglieder. Ihre schwerste Aufgabe war es sicherlich, eine Nachfolgerin zu finden.
„Alleine ist man gar nichts, miteinander kann man einiges erreichen“, sagte Zellner und dankte mit einem Herz aus Olivenholz und einer Rose der Kreisvorstandschaft: Barbara Marchl, Matil König, Lili Pletl, Hilde Loibl, Andrea Kraus und Stefanie Hartl.
Als gleichberechtigter Dreiklang traten die drei stellvertretenden Kreisbäuerinnen auf, um die Versammlung zu schließen: Barbara Marchl, Barbara Süß und Elisabeth Kraus dankten den Ortsbäuerinnen für ihr Verständnis für diese Lösung. Sie seien ein tolles Team, das sich zunächst der Kernaufgaben der Landfrauenarbeit annehmen werde. „Wir kriegen das schon hin!“

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