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Artenreichtum

Feldtafel in Berching für Siegeracker des Ackerwildkraut-Wettbewerbs

Frauenspiegel
Eva Reichert, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
am
06.07.2017

Berching - Der Ackerwildkraut-Wettbewerb fand 2016 zum zweiten Mal statt, damals im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. Der erste Preis in der Kategorie Ökolandbau ging an Josef Hollweck aus Berching.

Auf seinem Acker, der 2016 innerhalb seiner Fruchtfolge brach lag, konnte die Jury 75 verschiedene Ackerwildpflanzenarten, wie z. B. Sommer-Adonisröschen, Acker-Rittersporn, Frauenspiegel und Acker-Zahntrost nachweisen. Josef Hollweck bewirtschaftet die Fläche, die er von der Gemeinde Berching gepachtet hat, nach Vorgaben des Vertragsnaturschutzprogramms. „Auf diesem Acker steht nicht der Ertrag, sondern der Erhalt der Artenvielfalt im Vordergrund“, so Hollweck. Nun wird sein Einsatz durch eine Feldtafel noch einmal besonders hervorgehoben. Die Tafel weist Spaziergänger und Reiter auf die besondere Bedeutung dieses Ackers für die Artenvielfalt hin. Denn je mehr Pflanzenarten in der Agrarlandschaft blühen, desto mehr Tiere, wie z. B. Honig- und Wildbienen, finden hier Nahrung und Lebensraum.

Der Ackerwildkraut-Wettbewerb ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), des BUND Naturschutz (BN), dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) und Bioland. Insgesamt hatten sich an dem Wettbewerb 35 Landwirte beteiligt. Die Äcker wurden in den beiden Kategorien „Ökologischer Landbau“ und „Konventionelle Landwirtschaft“ bewertet. Als Kriterien dienten die aktuelle Artenzahl, das Vorkommen der Arten nur am Rand oder auch im Feldinneren, die Konkurrenzschwäche der vorkommenden Arten und ihr Gefährdungsstatus und ob schon eine anderweitige Förderung, z. B. im Vertragsnaturschutzprogramm, vorlag. Auf den 35 Äckern erfassten die Projektbeteiligten insgesamt 215 verschiedene Pflanzenarten, 23 davon stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten.

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