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Bayerischer Bauernverband

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Niederbayern
BBV
am
24.04.2017

Deggendorf - Präsident Walter Heidl im Gespräch mit den neuen niederbayerischen Ehrenamtlichen.

Die Wahlen auf Kreis- und Bezirksebene sind beim Bayerischen Bauernverband in Niederbayern vorbei. Jetzt fand auch schon die erste Sitzung der neu gewählten Ehrenamtlichen in Deggendorf statt und dabei gab es ein „Heimspiel“ für den Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidl: In seiner niederbayerischen Heimat gratulierte er den neuen Verantwortungsträgern des BBV und besonders Bezirksbäuerin Irene Waas und Präsident Gerhard Stadler herzlich zu ihrer Wahl. „Als ehrenamtliche Vertreter prägen Sie alle die Arbeit unseres Verbandes vor Ort, im Bezirk und auf der Landesebene“, so der Präsident, der auch einen deutlichen Appell an die Versammlung richtete: „Packen wir gemeinsam an – für eine erfolgreiche Zukunft auf den Bauernhöfen in Niederbayern und ganz Bayern!“
„Zusammen wollen wir das Einkommen und die Eigenständigkeit der bäuerlichen Familien sichern. Neben passenden politischen Rahmenbedingungen und angemessenen Preisen für Lebensmittel ist dafür auch eine sinnvolle Weiterentwicklung der Betriebe nötig. Am Ende muss ein Plus an Lebensqualität und ein Plus an Wertschöpfung stehen“, sagte Heidl. „Wir Bauern müssen unsere Landwirtschaft weiterhin dort weiterentwickeln, wo es möglich und nötig ist. Wir stellen uns dabei jeder fair und sachlich geführten Debatte. Aber der Bauernverband und ich als sein Präsident werden klare Kante zeigen, wo aus fachlicher Sicht falsch Weichen gestellt werden sollen oder gar die Vielfalt und Qualität unserer Landwirtschaft aufs Spiel gesetzt wird.“

EU spielt für Zukunft entscheidende Rolle

Eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Bauernhöfe spielt die Europäische Union. „Die Schlagzeilen werden derzeit noch vom Brexit dominiert, doch in Brüssel wird bereits über die EU-Agrarpolitik nach 2020 debattiert“, machte Gerhard Stadler, BBV-Präsident in Niederbayern, deutlich. Ein Grund dafür ist das Loch, das der Austritt von Großbritannien in den EU-Haushalt reißen wird. „Dieses Loch darf keinesfalls einfach auf Kosten der Bauern gestopft werden. Um die Vielfalt unserer Land- und Forstwirtschaft und die hohen Standards in der Lebensmittelerzeugung zu schützen, ist auch künftig eine starke EU-Agrarpolitik nötig. Gerade die für die Landwirtschaft sehr schwierigen Jahre 2015 und 2016 haben gezeigt, dass die Direktzahlungen aus Brüssel ein wichtiger Stabilitätsfaktor für die bayerischen Familienbetriebe sind.“
Deshalb setzt sich der Bayerische Bauernverband für eine besondere Stärkung bäuerlicher Familienbetriebe ein, zum Beispiel über den Zuschlag für erste Hektare und spürbare Vereinfachungen. Noch bis zum 2. Mai 2017 können auch alle Bauern ihre Anregungen und Anliegen zur EU-Agrarpolitik bei einer Online-Umfrage einbringen. „Diese Umfrage der EU-Kommission ist enorm wichtig, denn anhand der Ergebnisse werden Ende des Jahres die Grundzüge für die künftige EU-Agrarpolitik entworfen“, sagte Bezirksbäuerin Irene Waas und rief alle Berufskollegen zum Mitmachen auf.

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