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Feldtag

Grundwasserfreundlich arbeiten

Feldtag Pattendorf 1
Externer Autor
am
13.05.2019

Gemeinsamer Feldtag von Wasserzweckverband, MR und AELF Landshut

Pattendorf/Lks. Landshut Einen Feldtag zum Thema „Mechanische Unkrautregulierung und Vorsaat- beziehungsweise Zwischenfruchtbearbeitung“ hatten der Wasserzweckverband zur Wasserversorgung der Rottenburger Gruppe, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut (AELF) und der Maschinenring Landshut-Rottenburg organisiert. Zum Einsatz kamen Hackstriegel, Messerwalze, Ringschneider und Kurzscheibenegge verschiedener Hersteller.
Für die Vorführung stellte Familie Lorenzer ihre Flächen im Wasserschutzgebiet kurz hinter Pattendorf zur Verfügung. Vorgestellt wurde unter anderem der Hackstriegel in Aktion im Winterweizen. Ziel dieses Arbeitsganges ist, das Unkraut zu entfernen, ohne die Weizenpflänzchen zu beschädigen. Außerdem ist ein positiver Nebeneffekt, dass die Erde etwas aufgelockert wird. Der Landwirt sprach von guten Erfahrungen mit dieser Technik. Auf diese Weise können auch konventionelle Berufskollegen in Sachen Grundwasserschutz etwas bewegen.
Dem stimmte auch Marlene Gruber, Projektkoordinatorin für Landwirtschaft und Grundwasserschutz, zu. „Gerade auf Flächen im Wasserschutzgebiet ist es notwendig in der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung etwas zu ändern“, meinte sie und wies darauf hin, dass sich den Hackstriegel der Zweckverband gemeinsam mit der Stadt Rottenburg angeschafft hat. Dieser kann seit kurzem über den Maschinenring gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden. An dieser Stelle verkündete MR-Geschäftsführer Robert Huf, dass dieses Angebot gut angenommen wird. Eine frühzeitige Anforderung sei zu empfehlen.
Auch Wasserberater Hermann Kelnberger vom AELF befürwortete den Einsatz vom Hackstriegel, was nicht länger dauert als das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln. Auf dem benachbarten Feld wurden Messerwalzen, Kurzscheibeneggen und ein Ringschneider demonstriert. Hier wurden im Spätsommer verschiedene Blühmischungen zu Versuchszwecken sowie Senf als Zwischenfurcht angebaut. „Ich freue mich über den Dialog zwischen Landwirtschaft und Wasserversorger“, erklärte Marlene Gruber, die sich wünschte, dass weiter daran gearbeitet wird. HG
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