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Neumarkt: Zentrale Anlaufstelle ist ein Riesengewinn

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Lorenz Märtl
am
05.12.2018

Unter einem Dach befinde sich nun ein Kompetenzzentrum für Ernährung, Hauswirtschaft, Land- und Forstwirtschaft – Bereiche, die bisher auf fünf Standorte verteilt waren.

Neumarkt i. d. Opf. Als „ein klares Bekenntnis der Bayerischen Staatsregierung zur Land- und Forstwirtschaft, zum ländlichen Raum und den Menschen, die dort arbeiten und leben“ wertete Ministerialdirigent Wolfram Schöhl, Leiter der Abteilung Ausbildung und Beratung im Bayerischen Landwirtschaftsministerium, den neuen Standort des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Neumarkt in der Nürnberger Straße.

Die gefundene Mietlösung bezeichnete er als Optimum, denn der Standort in unmittelbarer Nähe des Landratsamtes, wo man bisher untergebracht war, sei ideal gelegen. Unter einem Dach befinde sich nun ein „echtes Kompetenzzentrum für Ernährung, Hauswirtschaft, Land- und Forstwirtschaft“ – Bereiche, die bisher auf fünf Standorte verteilt waren. Schöhl streifte ausführlich die breit gestreuten Themenfelder, die oft im Zentrum gesellschaftlicher Diskussionen stehen. Hier komme dem Amt mit all seinen Dienstleistungen eine große Bedeutung zu, und wenn es den Standort nicht schon gäbe, müsste man ihn neu schaffen. Es sei dem Weitblick aller Beteiligten zu verdanken, dass die staatliche Landwirtschafts- und Forstverwaltung mit ihren Angeboten allen Kunden auch künftig in Neumarkt als Partner zur Seite stehen wird.

Von der Einweihung, so der Festredner, gehe die Botschaft aus, „dass Ernährung, Land- und Forstwirtschaft nicht nur eine Zukunft haben, sondern alle angehen“. „Mehr Achtung und Wertschätzung für ihre Arbeit“ wünschte er sowohl den Waldbesitzern als auch den Bäuerinnen und Bauern.
Behördenleiter Harald Gebhardt sprach von einem ganz besonderen Tag „für uns am Amt, für Neumarkt und die ganze Region.“ Besonders dankte er dem Investor, der Familie Klebl, denn während der ganzen Bauphase hatte man ein Mitspracherecht: „Wir haben uns gefühlt, als wären wir selbst die Bauherren.“ Dass der Umzug bei laufendem Betrieb so reibungslos vonstatten ging, sei eine tolle Leistung aller Kolleginnen und Kollegen.
Der bayerische Finanzminister Albert Füracker bezeichnete den Neubau für eine Behörde in der heutigen Zeit als Besonderheit und unterstreiche die Notwendigkeit des Amtes für die wichtigste aller Branchen. Dass die Landwirtschaft maßgeblich zur Bedeutung von Stadt und Landkreis Neumarkt beiträgt, unterstrich sowohl MdB Alois Karl als auch Landrat Willibald Gailler. Der bäuerliche Berufsstand sei unverzichtbar und deswegen so erfolgreich, weil es neben den tüchtigen Landwirten überdies eine aktive Landwirtschaftsverwaltung gebe.
BBV-Kreisobmann Michael Gruber bezeichnete die zentrale Anlaufstelle für die Land- und Forstwirtschaft als einen „Riesengewinn“. Der Landkreis brauche eine gut funktionierende Landwirtschaft.
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