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Rossschau

Respekt vor den großen Schwarzen

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Lorenz Märtl
am
18.02.2019

Nein, Angst habe sie nicht, aber Respekt vor den großen Schwarzen, bekannte Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber freimütig.

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Berching/Lks. Neumarkt/Opf. Sie meinte aber nicht die Schwergewichte ihrer Partei, sondern die zwei imposanten Percheron-Wallache „Titan“ und „Freddy“ von Stefan Wölker aus Vilseck, mit denen sie beim traditionellen Berchinger Rossmarkt für die Fotografen posierte. Die Ministerin hatte erstmals als „politisches Zugpferd“ die Ehre bei der Traditionsveranstaltung, die auch heuer wieder rund 20 000 Besucher anlockte. Diese interessierten sich beim größten bayerischen Wintervolksfest in erster Linie für die prächtigen Rösser und Gespanne und das Angebot der rund 300 Fieranten. Den farbenprächtigen Auftrieb der herausgeputzten Rösser und Gespanne kommentierte, fachkundig wie immer, Wolfgang Kühlechner.

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Ein „bisschen mehr Respekt“ für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern forderte Ministerin Kaniber in ihrer Rede ein. „Es kann nicht sein, dass man sie in allen Fragen des täglichen Lebens immer wieder an den Pranger stellt.“ Gemeinsames Ziel müsse es sein, eine nachhaltige Landwirtschaft möglich zu machen. Ein herzliches Dankeschön sagte sie den Landfrauen, „die der Landwirtschaft ein Gesicht geben.“ Sie ermunterte sie dazu, mehr über ihre Arbeit zu sprechen.
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Etwas enttäuscht zeigte sich der BDM, dass die Ministerin auf ihr Anliegen nicht einging, obwohl sie bei ihrer Rede ein großes Transparent, auf dem für Mengenregulierung und einen höheren Milchpreis plädiert wurde, direkt vor Augen hatte. Angesichts der prächtigen Pferde hatte die Bewertungskommission bei der Preisvergabe keine leichte Aufgabe. Die Ehrenpreise gingen an Katrin Hofmann (Kaltblut), Marko Zweig (Warmblut), Heidi Güllich (Pony), Christina Sörgel (Minishettys) und an Heinz Lehneis für die langjährige Unterstützung des Rossmarktes. Über einen Sonderpreis dufte sich Familie Güntner aus Landershof freuen, die sechs Haflinger und zehn Shetlandponys aufgetrieben hatte.
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Lorenz Märtl
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