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Pferderassen

Rottaler: Vielseitig und ausdauernd

BLW_01_Rottaler Hengst Bellissimo_presse
Katrin Müller-Wipfler
am
24.04.2018

Ein Kraftpaket ist der Rottaler Hengst Bellissimo. Der Zwölfjährige steht Züchtern über das Gut Feuerschwendt in Neukirchen zur Verfügung.

Ein Kraftpaket ist der Rottaler Hengst Bellissimo. Der Zwölfjährige steht Züchtern über das Gut Feuerschwendt in Neukirchen zur Verfügung. Sein Besitzer Karl Degenhart ist Züchter der vom Aussterben bedrohten Rasse und hält mit 20 Rottalern rund ein Viertel der Pobulation. Neben Pferden aus der ostfriesischen Zucht sind die Rottaler die älteste urkundlich erwähnte Pferderasse Deutschlands, die bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Gezüchtet wurde auf der Grundlage ungarischer Beutepferde mit arabischer Blutführung. Unter Herzog Albrecht IV wurde im Jahr1558 die Veredelung der damaligen Landrasse angestrebt. Auch beim Militär fanden die schnellen, ausdauernden Rottaler Verwendung. Bis in die 50ger Jahre stellte der Rottaler die bedeutendste Warmblutpopulation in Bayern. Doch dann orientierte sich die bayerische Pferdezucht weg vom Wirtschafts- hin zum reinen Sportpferd, wodurch der Rottaler an den Rand der Existenz gebracht wurde.
Um die Vielseitigkeit zu bewahren werden bei den Leistungsprüfungen hohe Anforderungen an die Rottaler gestellt. Sie werden geritten, gefahren, müssen freispringen, einen Leistungsparcours absolvieren und die Hengste müssen eine Zugleistungsprüfung ablegen. „Das Zuchtziel bei den Rottalern ist, ein vielseitiges Famillienpferd zu züchten“, sagt Ulli Ermer, die gemeinsam mit Karl Degenhart die Rottaler Pferde auf Gut Feuerschwendt züchtet.
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