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Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft Jagdgenossenschaften

Über 2000 Wildschweine erlegt

Helga Gebendorfer
am
30.01.2017

Pullach/Lks. Kelheim - Über das rege Interesse und den guten Besuch der Mitglieder freute sich Martin Mittermeier, Sprecher der Kelheimer Mitgliedsjagdgenossenschaften im Bayerischen Bauernverband, bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Röhrl.

Jagdgenossenschaft Kelheim

Mittermeier blickte bei seinem Bericht auf das vergangene Jahr zurück und informierte über die Übermittlung der aktuellen Schätzungsrichtlinien, die Vertretung in allen Hegeringschauen, die Jagdbeiratssitzungen zur Abschussplanung und die Rundschreiben zur Umsatzsteuerregelung.

Kreisobmann Thomas Obster ging auf die Besonderheiten im Landkreis Kelheim ein. „Im letzten Jagdjahr wurden bei uns über 2000 Wildschweine erlegt“, teilte er mit und erklärte, dass nur geringe Wildschäden zu beklagen waren. Nach seiner Auskunft ist in den meisten Revieren ein hoher Waldanteil mit ausgeglichenem Rehwildbestand zu verzeichnen. Der Kreisobmann begrüßte die gute Zusammenarbeit der Jagdgenossen bzw. Landwirte mit den Jägern durch sachliche Gespräche auf allen Ebenen.

Die gesetzlichen Grundsätze zur Wildschadensregelung zeigte Andreas Schalk vom BBV-Generalsekretariat München auf. Dabei ging er auf die Definition von „Wildschäden“ und „Hauptholzarten“ und die Schadensabwicklung mit Meldefristen speziell für Schäden in Forstkulturen ein und erläuterte die Anwendung der Konvention. Sein Fazit: „Die Konvention zur Bewertung von Wildschäden im Forst ist eine einfache, praxisnahe Bewertungsmethode ohne Gutachterkosten zur gemeinsamen Schadensermittlung für Jagdgenossen und Jäger.“

„Wildportal Bayern – Nutzen und Chancen für Jäger und Jagdgenossen“ lautete der Vortrag von Katharina Mikschl von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Zunächst zeigte sie die Informationsmöglichkeiten im „Wildtierportal“ für alle Interessierten auf – Landwirte, Verbraucher, Naturliebhaber, Naturschützer und vor allem auch für Schüler. Dann stellte sie die Bürgerplattform „Wildtiere in Bayern“ als interaktive Datenbank für angemeldete, geschlossene Benutzerkreise vor und bezeichnete sie als ideal für Jagdgenossenschaften mit Landwirten als Flächenbewirtschafter sowie Jagdgenossen als Beobachter und Jäger als Akteure. Vorteile der Plattform sind die Verbesserung der Zusammenarbeit, Speicherung und Abrufmöglichkeiten von Tierbeobachtungen, Erlegungen und Schadensflächen mit interner Datensicherung und Auswertungsmöglichkeiten. „Sie dient allen Gruppen, um miteinander auf gleichem Wissenstand sachlich Probleme anzugehen und langfristig Wildschäden zu vermindern“, fasste sie zusammen und entspann damit eine rege Diskussion.

BBV-Geschäftsführer Alois Schweiger gab Auskunft zur Umsatzsteuerregelung für Jagdgenossenschaften.

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