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Feldtag

Variantenreiche Bodenbearbeitung

Feldtag-Jungbauernschaft-Neumarkt_0222
Lorenz Märtl
am
22.07.2019

Zu einem Feldtag über ressourcenschonende Bodenbearbeitung, ökologische und konventionelle mechanische Unkrautbekämpfung in Verbindung mit einer Maschinenausstellung von Versuchsgeräten namhafter Hersteller, hatte die Bayerische Jungbauernschaft Neumarkt, gemeinsam mit den Maschinenringen Neumarkt und Jura, eingeladen.

Anzenhofen/Lks. Neumarkt Fachkundiger Moderator der gut besuchten Veranstaltung war Norbert Bleisteiner, Leiter der Landmaschinenschule Triesdorf.

Der machte deutlich, dass immer mehr Landwirte, sowohl ökologisch als auch konventionell wirtschaftend, auf konservierende Bodenbearbeitung setzen: ohne Pflug. Stattdessen wird der Boden entweder mit Grubber, Scheibenegge, Schwerstriegel, Spatenrollegge, Kreiselegge oder Fräse bzw. Zinkenrotor nichtwendend und flach bearbeitet, wodurch ein Teil der Ernterückstände und des Strohs als Erosionsschutz an der Bodenoberfläche erhalten bleiben.
Beim Feldtag der Jungbauernschaft wurden zwölf Möglichkeiten mit gezogenen, zapfwellenbetrieben sowie selbstangetriebenen Maschinen zur Stoppelbearbeitung aufgezeigt. Die oberflächlich lockernde, mischende oder wendende Bearbeitung des Bodens bis zu 15 cm soll nach der Ernte zur Förderung des Auflaufs von Ausfallgetreide und Unkrautsamen beitragen und den Herbizideinsatz zu reduzieren. Gleichzeitig soll die Strohrotte eingeleitet werden.
Die unterschiedlichen Geräte sorgten für unterschiedliche Ergebnisse, die auch deutlich machten, dass flache Bodenbearbeitung eine Herausforderung für jeden Praktiker ist.
Gerne hätte man in einem Versuchsaufbau die Bodenverdichtung simuliert, was jedoch angesichts der Trockenheit nicht möglich war. Angesichts der schweren Traktoren und Maschinen sollte man diese Thematik im Auge behalten. Eine Möglichkeit sind Reifendruckregelanlagen, mit deren Hilfe man optimale Bedingungen schaffen und den Druck auf eine größere Fläche Verlagern kann.
Für die Organisation des Feldtages hatte Bleisteiner nur Lob parat: „Besser geht es nicht.“ Darüber freute sich der Vorsitzende der Jungbauernschaft, Stefan Maget, der mit seinem Team ganze Arbeit geleistet und auch dafür gesorgt hatte. Lorenz Märtl
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