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Bodenständig und modern zugleich

MN-UaB Oberstaufen-JG-6.8.
Josef Gutsmiedl
am
12.08.2019

Alle 35 Ferienhöfe in Oberstaufen sind Mitglied bei „Mir Allgäuer“

Oberstaufen, der bekannte Kurort im Oberallgäu hat ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal: Seit Kurzem sind alle 35 Oberstaufener Ferienhöfe Mitglied im Anbieterverband „Mir Allgäuer“ und somit auch Mitglied beim Landesverband „Bauernhof und Landurlaub Bayern e.V.“ und dürfen das Markenzeichen – den „Blauen Gockel“ – führen. Auf dem Ferienhof der Familie Hildegard und Franz Höß wurden jetzt die jüngsten Neuzugänge begrüßt und die Vorreiterrolle Oberstaufens in Sachen Bauernhof-Urlaub gewürdigt.

"Ja, wir haben es geschafft"

35 bäuerliche Familienbetriebe unter das Dach von „Mir Allgäuer“ zu holen und somit für den Anbieterverband zu gewinnen, verlangte schon einige Anstrengung und Überzeugungsarbeit. „Ja, wir haben es geschafft“, freute sich Stefan Schädler bei der kleinen Feier auf dem Hof von Hildegard und Franz Höß. „Wir sind damit einzigartig im ganzen Allgäu, ja in ganz Bayern.“ Die 35 Mitgliedsbetriebe profitierten jetzt wie sämtliche „Mir Allgäuer“ von einer „absolut guten Betreuung“ duch den Verein und natürlich den Landesverband „Bauernhof und Landurlaub“, so Schädler weiter. „Jetzt sind wir eine starke Gemeinschaft und können geschlossen auftreten.“

Von der „starken Gemeinschaft“ und dem Tourismussegment „Urlaub auf dem Bauernhof“ profitiere auch der Kurort Oberstaufen, freute sich Bürgermeister Martin Beckel über den „beispielgebenden Schritt für das gesamte Allgäu“. Immerhin verzeichnete die Statistik für das vergangene Jahr rund 9500 Ankünfte auf den Oberstaufner Ferienhöfen, und 60 000 Übernachtungen bei 370 Betten. Das hält Beckel für „noch ausbaufähig“.

Angemessene Preise verlangen

Auch in puncto Qualität gebe es nichts zu kritisieren, so der Bürgermeister, der anmerkte: „Aber wir müssen uns trauen, den angemessenen Preis zu verlangen.“ Falsche Bescheidenheit sei also hier fehl am Platz. Die meisten Unterkünfte beim Bauernhof-Urlaub stünden den Hotels nicht nach, so die Aussage des Bürgermeisters.

Die „kleinen Vermieter“ seien für einen renommierten Kurort wie Oberstaufen genauso wichtig wie die großen Hotels, betonte Angelika Soyer, die Vorsitzende der Anbietergemeinschaft „Mir Allgäuer“. Der Verein unter dem Dach des Landesverbandes „Bauernhof und Landurlaub Bayern e.V. hat inzwischen 520 Mitglieder, etwa der Hälfte aller Betriebe im Allgäu, die Urlaub auf dem Bauernhof anbieten.

Starker Wirtschaftsfaktor

Man dürfe nicht vergessen, so Soyer, dass es die bäuerlichen Familienbetriebe mit ihrer intakten Landwirtschaft seien, die letztendlich die allseits geschätzte Kulturlandschaft der Region pflegten und erhielten. „Wir sind ein starker Wirtschaftsfaktor.“

Gemeinsame Markenversprechen

Und Bernhard Joachim, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben ergänzte: „Ohne Bauernhöfe sähe und die Landwirtschaft sehe es in unserer Region anders aus.“ Als wichtig betrachtet er auch die Markenpartnerschaft von „Mir Allgäuer“mit der Marke Allgäu. „Das passt gut zusammen“, meinte der Tourismusverbandschef mit Blick auf die gemeinsamen Markenversprechen und deren Qulitätsstandards.

Das bodenständige Angebot setzt auf moderne Medien und zeitgemäße Marketingwege. So werben die 35 Oberstaufner Bauernhofe / Landurlaubshöfe nicht nur auf der Ortsseite www.oberstaufen.de, sondern auch auf mehreren reichweitenstarken Plattformen für ihr spezielles Angebotssegment – darunter auch ein renommiertes englischssprachiges Portal. Josef Gutsmiedl
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