Login
Osterbrunnen

Brauch breitet sich aus

Osterbrunnen
Cornelia Beisser
am
12.04.2017

Waltenhofen - Ursprünglich aus der Fränkischen Schweiz stammend hat sich der Brauch, in der Zeit vor Ostern Dorfbrunnen mit bemalten Ostereiern und anderen Verzierungen zu schmücken seit den 1980er Jahren auch in weiten Teilen Süd-, Mittel- und Ostdeutschlands verbreitet.

Die Anordnung der Ostereier erinnert meist an die Form einer Krone. Neben christlichen Interpretationen wird häufig die Wasserarmut der Fränkischen Schweiz als Ursprung dieses Brauchtums genannt, durch die der Wasserversorgung ein besonders hoher Stellenwert zukam. Wahrscheinlicher ist jedoch eine touristische Ausrichtung der Osterbrunnen in der eher besucherarmen Frühjahrszeit. Auch in Waltenhofen im Landkreis Oberallgäu schmücken Frauen der Interessengemeinschaft den Brunnen zwischen Gasthof Hasen und Pfarrkirche St. Martin mit Buchs, Thuja, Wachholder, Efeu, Eibe, Palmkätzchen, Bändern und bunten Plastikeiern. Die Figur des St. Martin des Waltenhofener Künstlers Hans Wachter ziert den Brunnen das ganze Jahr über.

Auch interessant