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Direktvermarktung

Wer hier einkauft, zeigt Weitsicht

Bauernmarkt-Geschenkkorb
Patrizia Schallert
am
30.10.2017

Auf dem Dillinger Bauernmarkt bieten inzwischen 40 Direktvermarkter ihre Waren an. Jetzt gibt es auch einen Geschenkkorb mit Lebensmitteln der Region.

Wer weiter denkt, kauft näher ein – mit diesem Slogan rührte der 16. Dillinger Bauernmarkt auf dem Nordfelderhof die Werbetrommel. Der große Andrang an den Ständen der regionalen Direktvermarkter bewies einmal mehr, dass der Verbraucher die qualitativ hochwertigen Produkte der heimischen Landwirtschaft zu schätzen weiß.

„Der Einkauf vor Ort ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll“, betonte Landrat Leo Schrell. Deshalb verdiene der große Bauernmarkt auf dem Gelände des Maschinenrings in besonderer Weise das Prädikat „Regionalmarkt“. Umso mehr freute sich Schrell, den Marktbesuchern mit dem „Dillinger Landkreiskorb“ ein neues Angebot der regionalen Direktvermarkter präsentieren zu dürfen.

Mit dem Kauf von Lebensmitteln direkt beim und vom Erzeuger zeige der Verbraucher Weitsicht, sagte Schrell.. „Kurze Transportwege sind gleichzusetzen mit aktivem Umwelt- und Klimaschutz.“ Außerdem würden durch den Kauf regionaler Produkte ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Region und die Identifikation mit der Heimat gestärkt.

Hatten beim ersten Dillinger Bauernmarkt vor 16 Jahren nur zwölf Fieranten ihre Produkte angeboten, so ist ihre Zahl auf jetzt 40 gestiegen.

Mit ihrer Anzahl erweiterte sich auch die Palette ihrer Produkte. Sie reicht von Kartoffeln und Gemüse über Fleisch- und Wurstwaren aus Geflügel, Wild, Lamm und Strauß bis hin zu Ziegenkäse oder Bauernhofeis. Verschiedene Brotsorten, Öle, Weine, Hochprozentiges und Dekoartikel für Haus und Garten runden das Angebot ab.

Damit der Verbraucher nicht nur einmal im Jahr auf dem Dillinger Bauernmarkt regionale Lebensmittel kaufen kann, sorgen viele Direktvermarkter mit ihren Hofläden für eine flächendeckende Nahversorgung im Landkreis. Mit dem „Dillinger Landkreiskorb“ setzen sie jetzt einen neuen Schwerpunkt im Vertrieb ihrer Produkte. Landrat Schrell lobte die pfiffige Idee.

Den Geschenkkorb gibt es in drei Preisklassen

Bauernmarkt-Besucher

Auf Initiative des AELF Wertingen unter der Leitung von Bildungsberaterin Stephanie Kopold-Keis haben 28 Direktvermarkter gemeinsam den „Dillinger Landkreiskorb“ ins Leben gerufen. „Mit ihm können Firmen und Privatpersonen guten Geschmack verschenken“, betonte Michael Kleinle aus Lauingen.

„Mit der Bestellung eines Geschenkkorbs erhalten die Kunden nicht nur frische Produkte mit bester Qualität und nachvollziehbarer Herkunft, sondern sie unterstützen auch die heimische Landwirtschaft“, bekräftigte der Vizesprecher s „Arbeitskreises Direktvermarkter“.

Die Bestückung des Landkreis-Geschenkkorbs, der in den Preiskategorien 25, 50 oder 70 € angeboten wird, erfolgt vor allem mit länger haltbaren Produkten wie Geräuchertem aus Fleisch und Fisch, Käse, Nudeln, sauer Eingelegtem, Konfitüren, Spezialmehlen, Saucen, Likören oder Weinen.

Sonderwünsche erfüllen wir natürlich

Bauernmarkt-Stand

Neun der 28 Direktvermarkter, die für volle Geschenkkörbe sorgen, bieten sie eigenständig in ihren Hofläden an. „Selbstverständlich gehen wir bei der Gestaltung der Landkreiskörbe auf die Sonderwünsche unserer Kunden ein“, versicherte Kleinle. Gleich ob vegetarisch, alkoholfrei, mit oder ohne Wild und Fisch – mit der breiten Produktpalette der 28 Direktvermarkter lasse sich nahezu jeder Wunsch erfüllen.

Um Müll zu sparen und auch hier die Nachhaltigkeit zu betonen, wird der Korb nur dann mit einer Verpackungsfolie dekoriert, wenn es der Kunde will. Magnus Mayer, Leiter des AELF Wertingen, hob die flächenmäßig gute Abdeckung des Landkreises hervor, weil „nahezu in jeder Gemeinde ein Direktvermarkter seine Produkte anbietet“.

Großes Lob sprach der Behördenchef auch für die gute Gestaltung des Flyers der Direktvermarkter aus, der an zahlreichen öffentlichen Stellen ausliegen soll.

Neben Flyer auch Internetseite

Wer als Verbraucher lieber auf Digitales zurückgreifen will, dem legte Mayer die smartphonefähige Internetseite „www.direktvermarkter-dillingen.de“ ans Herz. Erstellt, gepflegt und betrieben wird das Regionalportal an der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) im Auftrag des bayerischen Landwirtschaftsministeriums.

„Ein Direktvermarkter hat uns zurückgemeldet, dass die Eintragung sehr einfach ist“, so Mayer. Der Internetauftritt biete den Vorteil, dass jeder Direktvermarkter seine eigene Seite selbst verwalten kann, Änderungen wie neue Öffnungszeiten leicht durchführbar und das Einstellen von Fotos sehr einfach ist.

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