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Ein erster Farbtupfer im Frühling

Seidelbast
Brigitte Früh, Wochenblatt
am
12.04.2018

Wenn noch alle anderen Gehölze kahl sind, ist der Echte Seidelbast (Daphne). Seine Blüten sitzen direkt an den holzigen Zweigen.

Der Zwergstrauch blüht ab März und duftet intensiv. Der auf der Roten Liste der geschützten Waldpflanzen stehende Seidelbast zählt zu den Bienenweiden. Mit seinen Blüten lockt er auch Schmetterlinge an, die Beeren werden von Vögeln, vor allem von Hänflingen, Rotkehlchen und Drosseln verspeist. Aber Vorsicht: Die Pflanze ist stark giftig, auch für Rinder, Pferde und Haustiere. Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Krämpfe, Blutungen und Brennen in der Kehle. Von diesem würgenden und brennenden Gefühl stammt auch der Name „Kellerhals“ (mittelhochdeutsch „kellen“, quälen). Das Gift kann auch über die Haut aufgenommen werden, wenige Früchte können für Kinder schon tödlich sein.

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