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Raupenprozessionsspinner - unerwünschter Zuzug

Eichenspinner
Michael Ammich
am
05.04.2018

Gefürchtet: Auch in der Abteilung „Justing“ des Staatswalds bei Leipheim (Lks. Günzburg) fühlt sich der Eichen-Prozessionsspinner inzwischen zu Hause.

Ursprünglich trat die Nachtfalterart mit ihren giftigen Raupen vor allem in Franken auf, mittlerweile hat sie auch die Forste in den Donau-Auen und im Naturpark „Augsburg – Westliche Wälder“ erreicht. Dort bilden die Raupen an Eichen (seltener auch an anderen Baumarten) bis zu 1 m lange, gespinstartige Nester mit mehreren Hundert Tieren.

Die mit Widerhaken besetzten Brennhaare (mit Giftstoff Thaumetopoein) brechen leicht und werden dann vom Wind fortgetragen. Bei Berührung kann der Mensch Juckreiz, Husten und Asthma bekommen. Die verlassenen Gespinstnester bleiben oft jahrelang an den Bäumen hängen. Der Raupenfraß der Eichen-Prozessionsspinner kann ihnen beträchtlich schaden – bis hin zum Kahlfraß.

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