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Forschung

Uralt, aber nützlich

Totholz Pilze
Michael Ammich
am
08.02.2018

Im Bannwald „Grubenhau“ bei Langenau am Südrand der Schwäbischen Alb steht dieser mächtige, abgestorbene, mit Baumpilzen überwucherte Stamm.

In dem 16 ha großen Waldgebiet wollen Forstwissenschaftler beobachten und dokumentieren, wie sich ein genutzter Wald wieder zu einem natürlichen Baumbestand zurückentwickelt, wenn er der Nutzung entzogen wird.

Dabei spielen abgestorbene Bäume eine wichtige Rolle. Sie bieten Spechten, Fledermäusen und Insekten einen Lebensraum. Wenn nach einem jahrhundertelangen Baumleben die Pilze ihre Zersetzungsarbeit begin- nen, ziehen verschiedene Käferarten, wie der streng geschützte Eremit oder Juchtenkäfer, in den Holz- mulm ein. Mehr als 1.300 Käfer- und 1.500 Pilzarten besiedeln das Totholz in den Wäldern Mitteleuropas.

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