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Submission

Wertholz - Rekord bei Menge und Umsatz

MN-Wertholzsubmission-MA-1.2.
Michael Ammich
am
11.03.2019

Bei der diesjährigen 22. mittelschwäbischen Laub- und Nadelwertholzsubmission wurden insgesamt 1871 Festmeter Holz vermarktet.

Riedheim/Lks. Günzburg Mit einer Rekordmenge und einem Rekordumsatz ging die 22. mittelschwäbische Laub- und Nadelwertholzsubmission bei Riedheim zuende. Die Attraktivität der Versteigerung auf einem ehemaligen Militärgelände spiegelt sich in der jährlich wachsenden Zahl der Waldbesitzer wieder, die jeweils Anfang Februar am Rundgang über den Submissionsplatz teilnehmen. Heuer waren es derart viele Besucher, dass die Lenker der Holzsattelschlepper allergrößte Mühe hatten, ihre schweren Fahrzeuge durch die zum Platz strömenden Menschen und die am Straßenrand abgestellten Autos zu bugsieren.

Eine 22-jährige Erfolgsgeschichte

Begrüßt wurden die Waldbesitzer vom Vorsitzenden der FBG Neu-Ulm, die gemeinsam mit der Nachbar-FBG Günzbrug-Krumbach die Submissionen bei Riedheim organisiert. „Diese sind eine 22-jährige Erfolgsgeschichte“, betonte Josef Mack. Für die Waldbesitzer sind die Versteigerungen eine willkommene Gelegenheit, ihre qualitativ hochwertigen Rundholzstämme mit maximalem Gewinn an Käufer zu bringen. „Die forstlichen Zusammenschlüsse können den Waldbesitzern ja schließlich nicht nur empfehlen, Laubholz anzupflanzen“, sagte Mack. „Wir müssen dann schon auch dafür sorgen, das sie diese Hölzer gut verkaufen können.“ So kamen heuer 1871 fm Wertholz zusammen, während es Mack zufolge im langjährigen Mittel bisher 1000 bis 1200 fm waren.
Auch wenn sich die Preise heuer nur auf einem durchschnittlichen Niveau bewegten, lässt sich über eine Submission deutlich mehr Profit generieren als auf den herkömmlichen Absatzwegen. Das wissen auch die Waldbesitzer, die forstlichen Organisationen und die Bayerischen Staatsforsten. Letztere sind an den Submsisionen bei Riedheim ebenso beteiligt wie die Forstbetriebsgemeinschaften Neu-Ulm, Günzburg-Krumbach, Dillingen, Augsburg-West und Augsburg-Nord, die Waldbesitzervereinigungen Aichach und Landsberg, die Staatsforstbetriebe Weißenhorn und Zusmarshausen, das Freiherrlich Hermannsche Forstamt, die Gräflich Fuggersche Zentralverwaltung in Babenhausen und heuer erstmals auch der Bundesforst. Die 58 Bieter kamen aus ganz Deutschland, aus Österreich und Frankreich.

Nur 29 Festmeter wurden nicht beboten

Der Geschäftsführer der FBG Günzburg-Krumbach, Kay Reiff, fütterte die Waldbesitzer mit den Kennzahlen der diesjährigen Holzauktion. Demnach wurden insgesamt 1871 fm Wertholz aufgelegt, von denen lediglich 29 fm nicht beboten wurden. Bei sieben Stämmen musste aufgrund gleicher Gebote das Los entscheiden. Der Gesamtumsatz der Submission belief sich auf 620 000 €. Gut beboten waren heuer Eiche, Lärche, Walnuss und Ulme, weniger gut Bergahorn trotz guter Qualitäten und Spitzahorn. Von den unbebotenen Stämmen entfielen 9 fm auf Berg- und 5 fm auf Spitzahorn, 6 fm auf Eiche und 3 fm auf Douglasie.
Die höchsten Festmeterpreise erzielten eine Lärche mit 1338 € sowie zwei Eichen mit 908 und 1040 €. Den höchsten Stammerlös von 4856,94 € erzielte ebenfalls eine Lärche mit 3,63 fm, gefolgt von zwei Eichen mit 4032,80 € bei 5,68 fm und 3356,71 € bei 6,07 fm. Im einzelnen wurden auf der Submission folgende durchschnittlichen Festmeterpreise erlöst: Apfel 275 €, Bergahorn 267 €, Douglasie 197 €, Eiche 506 €, Esche 182 €, Fichte 167 €, Kirsche 236 €, Lärche 214 €, Roteiche 157 €, Ulme 277 € und Walnuss 234 €.
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