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Baumaterial

Wegebau - Einsatz von Dachziegeln vereinfacht

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
02.10.2018

Ihre Verwendung ist in Zukunft wieder ohne weitergehende Untersuchungen möglich. Allerdings müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein.

Dachziegel

Beim Einsatz von Dachziegeln für den nichtöffentlichen Wegebau gibt es eine für Landwirte erfreuliche Neuerung. Ihre Verwendung ist in Zukunft wieder ohne weitergehende Untersuchungen möglich.

Das gab das Bayerische Umweltministerium mit Schreiben vom 28.09.2018 an die Bezirksregierungen bekannt. Das Schreiben ergänzt das Merkblatt für den umweltgerechten Einsatz von Bauschutt, Straßenaufbruch und Recycling-Baustoffen im nicht-öffentlichen Feld- und Waldwegebau zur Wegeinstantsetzung und zur Wegebefestigung.

Es müssen aber eine Reihe von Bedingungen erfüllt sein. So muss es sich um sortenreine, homogene Tondachziegel handeln,

  • die nicht beschichtet und nicht künstlich eingefärbt sind,
  • die aus dem kontrollierten, separierten Rückbau eines Gebäudes stammen,
  • bei denen kein Kontaminationsverdacht besteht und keine Hinweise auf besonders belastete Bereiche vorliegen,
  • die keine Stör- und Fremdanteile aufweisen,
  • die entsprechend den bautechnischen Erfordernissen im Hinblick auf die Wegenutzbarkeit und notwendige Tragfähigkeit sowie Standfestigkeit zerkleinert werden.

Der Einsatz ist in dünnschichtiger Bauweise bis zu einer Dicke von maximal 12 cm  möglich.
Um möglicherweise nicht ordnungsgemäße Verwertungsmaßnahmen auszuschließen, empfiehlt das Bayerische Umweltministerium, den Einsatz von Tondachziegeln zum Wegebau und zur Wegeinstandsetzung frühzeitig bei der Kreisverwaltungsbehörde anzumelden.

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